Mittelfristig soll das Jugendzentrum der evangelischen Kirche in der Zentralwerkstatt auf dem Zanders-Gelände eine neue Heimat finden. Eine Übergangslösung für das Q1 werde bald präsentiert, teilt Bürgermeister Frank Stein mit. Auch für Kindergartenmuseum und Pfadfinderheim gebe es gute Perspektiven. Vorwürfe von CDU und FDP weist Stein zurück – und gibt deren Bürgermeisterkandidaten einen Ratschlag mit auf den Weg.

Was zunächst wie ein vager Wunsch des Jugendzentrums Q1 wirkte, könnte Realität werden: „Perspektivisch soll die Jugendarbeit in der Zentralwerkstatt auf Zanders stattfinden“, teilt Bürgermeister Frank Stein auf Anfrage des Bürgerportals mit. Die Alte Zentralwerkstatt ist das erste Gebäude, das auf dem Industrieareal ab Anfang 2026 umgebaut werden soll, zu einem sozio-kulturellen Zentrum.

Hintergrund

Zanders-Zentralwerkstatt: Verbaute Schönheit mit Geschichte und Perspektive

Die alte Zentralwerkstatt soll bei der Neugestaltung des Zanders-Areals eine besondere Rolle spielen – als Begegnungsort und als Keimzelle einer neuen Altstadt. Das passt nicht nur zur Architektur des gut 140 Jahre alten Backsteingebäudes, sondern auch zu seiner Geschichte. Denn die Werkstatt steht für den Wandel von Zanders zu einem Industriebetrieb – und ist im Laufe ihrer Geschichte immer wieder umgebaut und erweitert worden.

Bis das Gebäude zur Verfügung steht, soll die offene Jugendarbeit des Q1 in einer Übergangslösung in der Innenstadt untergebracht werden; in diesem Zusammenhang hatte die Stadtverwaltung von einem leerstehenden Ladenlokal gesprochen. Konkreter wird Stein nicht, der Gesprächsstand lasse jedoch erkennen, „dass für den Interimsstandort wahrscheinlich in Kürze eine Lösung präsentiert werden kann“.

Ähnlich optimistisch äußert sich der Bürgermeister zu den Perspektiven für das Kindergartenmuseum und das Pfadfinderheim, die ebenfalls von der Kündigung betroffen sind.

Das Gebäude des Q1 Jugendzentrum am Quirlsberg ist marode, eine Sanierung laut Verwaltung immens teuer. Foto: Thomas Merkenich

Gebäude und Grundstück am Quirlsberg gehören der Stadt, die Instandhaltung obliegt jedoch der Kirchengemeinde als Mieterin. Weil der Aufwand in dem sanierungsbedürftigen Gebäude zu groß wurden, hatte sie den Vertrag im Oktober 2024 gekündigt.

Im Herbst oder spätestens zum Jahresende müssen das Jugendzentrum der Kirche und die Untermieter (neben Kita-Museum und Pfadfindern auch das Mehrgenerationenhaus) ausziehen.

Die Kritik von CDU und FDP

CDU und FDP kritisierten am Freitagnachmittag per Pressemitteilung, die Stadtverwaltung habe in Sachen Q1 nicht gehandelt und nicht kommuniziert. In der Tat hatte die Verwaltung erst in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 27. Mai nur mündlich und zudem sehr knapp auf die Kündigung hingewiesen, was der Ausschuss ohne Rückfragen oder Debatte zur Kenntnis genommen hatte.

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Der Jugendhilfeausschuss hat ein weiteres Mal einigen Projekten zum Ausbau von Kita-Plätzen, der Sanierung oder des Neubaus von Einrichtungen zugestimmt. Bei der Entscheidung, erhebliche Mehrkosten für das geplante Autismus-Kompetenzzentrum zu übernehmen, taten sich die Mitglieder allerdings schwer. Und mussten zur Kenntnis nehmen, dass für das Jugendzentrum Q1 eine neue Heimat gesucht wird.

Die Verwaltung habe „die volle Tragweite seit Monaten verschwiegen“, kritisiert die jugendpolitische Sprecherin der CDU, Bibi Opiela. Die Beteiligten seien weder informiert noch eingebunden worden. Vielen Teilnehmern der Sitzung seien die Auswirkungen der kurzen Mitteilung offenbar nicht bewusst gewesen. Opiela selbst war bei der Sitzung verhindert.

Die FDP, die nicht im Jugendhilfeausschuss vertreten ist, moniert, dass der Bürgermeister nicht alle Fraktionen per Mail oder über den Ältestenrat informiert habe – was bei so wichtigen Themen geboten sei. Das lasse nur den Schluss zu, dass die Verwaltung die Tragweite des Themas nicht erkannt habe, sagt FDP-Fraktionschefin Dorothee Wasmuth. Eine mündliche Information nehme die Politik in der Erwartung zur Kenntnis, dass ein Lösungsvorschlag der Verwaltung folgt.

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CDU und FDP fordern Antworten in Sachen Q1

Die Fraktionen von CDU und FDP werfen der Stadtverwaltung vor, Informationen über die Kündigung des Jugendzentrums auf dem Quirlsberg über Monate unter Verschluss gehalten zu haben. Der gemeinsame Bürgermeisterkandidat Alexander Felsch kritisiert den Umgang mit dem Stadtrat – und den betroffenen Jugendorganisationen.

Die Erläuterungen der Verwaltung

Diese Vorwürfe weist Stein zurück. Die späte Information des Stadtrats gehe auf eine Bitte der Kirchengemeinde zurück, erläutert der Bürgermeister. Die evangelische Kirche habe Bereitschaft für die Interimslösung signalisiert, aber darum gebeten, dass dies erst dann kommuniziert werde, wenn die kirchlichen Gremien zugestimmt haben. Das sei vor kurzem geschehen.

Nach einem klärenden Gespräch Anfang November 2024 mit der Kirchengemeinde habe Stein das zuständige Dezernat unter der Führung von Beigeordneten Stephan Dekker und der Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales Claudia Werker beauftragt, eine Lösung für die betroffenen Einrichtungen zu finden.

Auch für den Erhalt des Kindergartenmuseum bestehe ein hohes Interesse, betont Stein. In enger Abstimmung mit dem Vorstand des Trägervereins würden „sich anbietende Unterbringungsoptionen“ geprüft. Eine Lösung sei noch nicht spruchreif, aber es zeichneten sich gute Optionen ab. Auch das Museum hofft auf eine Unterbringung auf dem Zanders-Gelände, möglichst in der Nähe des dort geplanten neuen Standorts des Berufskollegs.

Bei den Pfadfindern, die ihr Heim unter dem Dach des Gebäudes auf dem Quirlsberg ebenfalls verlieren, verweist der Bürgermeister auf die Kirche, die die Räume untervermietet hatte. Die Stadt habe ihre Unterstützung bei einer Suche nach einer neuen Unterkunft ausdrücklich angeboten. Auch hier seien mittlerweile gute Perspektiven vorhanden, die „jetzt noch vertieft und final betrachtet werden“.

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Pfadfinder kämpfen um ihr Heim auf dem Quirlsberg

Neben dem Jugendzentrum und dem Kindergartenmuseum ist auch der Pfadfinderstamm Folke Bernadotte Bergisch Gladbach von der Aufgabe des sanierungsbedürftigen Q1-Gebäudes am Quirlsberg betroffen. Erfahren haben die Pfadfinder davon erst durch die Berichterstattung. In einem offenen Brief fordern sie Bürgermeister Stein und die Politik zum Erhalt des Gebäudes auf.

Kritik, die Verwaltung habe durch Zuwarten Zeit verloren, sei unzutreffend, betont Stein. Im Gegenteil sei in einer Vielzahl von Gesprächen die Grundlage dafür geschaffen worden, dass „Jugendzentrum, Kindergartenmuseum und Pfadfinderarbeit in eine sichere Zukunft gehen können“.

Die politische Komponente

Die Debatte über das Q1 sieht Stein (SPD) auch im Zusammenhang mit der Kommunalwahl im Herbst. Den Fraktionen im Stadtrat, „denen diese Einrichtungen wirklich am Herzen liegen und die sie nicht als Wahlkampfthema instrumentalisieren möchten“, bietet der Bürgermeister an, dass „Herr Dekker als zuständiger Dezernent im persönlichen Gespräch diese Dinge vertieft erläutert“.

Damit stellt Stein auch klar, dass nicht – wie von CDU und FDP behauptet – der Beigeordnete Ragnar Migenda (Grüne) die Lösungssuche verantwortet, sondern Stephan Dekker (CDU). Der hatte die Zuständigkeit für den Fachbereich Jugend und Soziales am 1. November 2024 von Migenda übernommen.

hintergrund

Neuordnung der Stadtspitze mit Knalleffekt

Der Versuch der Opposition im Stadtrat, eine neue Verteilung der Verantwortlichkeiten der Beigeordneten zu erzwingen, hat eine überraschende Wende genommen: Bürgermeister Frank Stein kapert die Initiative und setzt den Umbau der Führungsetage der Verwaltung aus eigenen Stücken schon zum 1. November um. Dabei gibt der erste Beigeordnete Ragnar Migenda wichtige Fachbereiche ab.

Alexander Felsch, Bürgermeisterkandidat von CDU und FDP, hatte in der Pressemitteilung die Verwaltung kritisiert, „zu viele Monate vergeudet“ zu haben. Das sei „keine Art und Weise, wie man mit den Jugendorganisationen und dem Rat umgehen kann“.

Dem hält Stein entgegen, dass sich Dekker und seine Mitarbeiter:innen dem komplexen Thema intensiv gewidmet hätten. Er beachte seine Amtspflicht zur Neutralität, so Stein. Er halte es aber „für meine Pflicht, meine Kolleginnen und Kollegen vor unberechtigten Vorwürfen zu schützen und rate allen, die sich um meine Nachfolge bewerben, sich vor der Formulierung öffentlicher Kritik am Handeln der Menschen in der Verwaltung zunächst in der hierfür notwendigen Weise sachkundig zu machen.“

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Der Pfadfinderstamm Folke Bernadotte hat nun eine Petition, gerichtet an den Bürgermeister Herr Stein und den Stadtrat Bergisch Gladbach, gestartet:

    openpetition.de/!fynqv

    Gerne unterschreiben und teilen!

  2. Guten Morgen, Ich habe auch schon an die Stadt Bergisch Gladbach und an die evangelische Kirche geschrieben,dass ich es unmöglich finde dass die Pfadfinder dort vom Quirlsberg verdrängt werden sollen!!!!! Meine Tochter ist da als Wölfling eingestiegen vor 30 Jahren mein Schwiegersohn war da und mein Enkel hat sich schon aufs nächste Jahr total gefreut dort mit 6 ebenfalls bei den Wölflingen darf. Jetzt sollen die da raus fliegen und ich finde es unmöglich, dass aus welchen Gründen auch immer, dieses Pfadfinderheim am Quirlsberg geschlossen werden soll angeblich wegen zu hohen Sanierungskosten.

    Ich als Opa der genau weiß wie der Kleine macht sich darauf freut toll dass gar nicht zu sagen dass das nicht klappt ich bin total erschüttert und total enttäuscht von der Kirche und von der Stadt Bergisch Gladbach!!!!! Komischerweise höre ich jetzt dass das Evangelische Krankenhaus daran interessiert ist oder irgendwie ihre Finger im Spiel hat
    Das hört sich für mich wieder nach Korruption an, da sollen die armen Pfadfinder einfach nur rausgedrängt werden damit das Evangelische Krankenhaus da ihre langfristigen Pläne verwirklichen kann und wenn das sanierungsbedürftig ist warum wartet man denn so lange warum ist warum wurde dann nicht vorher schon reagiert??? sondern erst gewachtet bis es teuer wird?? Es ist einfach nur traurig!!!

    Aber toll finde ich es von Ihnen, dass Sie diesen Bericht veröffentlicht haben damit alle Leute das auch mitbekommen. Ich bin ehrenamtlich tätig für die verschiedensten Vereine und werde überall rumerzählen was die Stadt Bergisch Gladbach und die evangelische Kirche dort Vorhaben die nächsten Wahlen kommen bestimmt und auch die Kirchenaustritte werden ja immer mehr da muss man sich nicht wundern für mich ist das eine soziale Schandtat

    1. Genau so was macht mir Angst, wenn jemand wie Sie behauptet, das alles genauso weiter zu erzählen.

  3. “und rate allen, die sich um meine Nachfolge bewerben, sich vor der Formulierung öffentlicher Kritik am Handeln der Menschen in der Verwaltung zunächst in der hierfür notwendigen Weise sachkundig zu machen.”

    Sehr guter/kluger Rat!

    Ja, Herr Felsch wurde von seinen Parteikollegen:innen falsch gebrieft und hat ungeprüft die fehlerhafte Info, von wem auch immer, übernommen und den Beigeordneten Ragnar Migenda – bekanntlich Feindbild der CDU in B-GL – zu vorschnell und noch dazu bereits öffentlich gemacht, also den Falschen und wie schon so häufig, “einen Grünen” an den Pranger gestellt.

    Peinlich! Ich an seiner Stelle wäre stinkesauer.

    1. Ich lese die bisherigen Artikel anders und kann daher weder die Aussage von Bürgermeister Stein noch Ihre Interpretation der „Peinlichkeit“ nachvollziehen.

      Herr Felsch kritisiert in seinem Zitat die mangelnde Kommunikation gegenüber Jugendorganisationen und dem Rat – nicht die Mitarbeiter:innen der Verwaltung, sondern die Entscheidung des Bürgermeisters.

      Die Fragen an die Verwaltung stammen von CDU und FDP, nicht von Herrn Felsch.

      „Peinlich“ ist da nichts – wenn überhaupt die Art, wie hier Informationen verschwiegen werden und Verantwortung nicht übernommen wird. Und „stinkesauer“ kann die Jugend sein – dass sie nicht einbezogen wurde und es keine greifbare Lösung für sie gibt.

      1. Ich lese die Artikel genauso wie Sie, Herr Max M. und sehe dieses durch den Beitrag des direkt betroffenen Pfadfinder Janis auch vollumfänglich bestätigt. Peinlich empfinde ich den Kommentar von Ulla, die wiederum die Sichtweise eines jenigen, um den es geht, bewusst ignoriert und einen Anlass sieht, Stimmung gegen ihr eigenes Feindbild Alexander Felsch zu machen. Damit macht sie genau das, was sie jemand anderem vorwirft, der das jedoch gar nicht getan getan hat. Verrückt

      2. @Max M. “Die Fragen an die Verwaltung stammen von CDU und FDP, nicht von Herrn Felsch”
        Ja, genau diese Presseinfo der CDU vom 06.06.2025 meine ich (darüber große Fotografie von Herrn Felsch).

        Ok, den Rat, sich vor der Formulierung öffentlicher Kritik an anderen “Menschen” sachkundig zu machen, sollte sowieso jeder beherzigen.
        Sie auch –>”wenn …. Verantwortung nicht übernommen wird” ???

        Gut, aber auch betr. die folgenden Feststellungen/Äußerungen von Herrn Felsch in dieser Presseinfo frage ich mich wirklich, woher er dieses Wissen hernimmt :

        Herr Felsch: “Da wurden leider zu viele Monate vergeudet” oder
        “keine Art und Weise, wie man mit den Jugendorganisationen…umgehen kann”

        Will die CDU (mit Herrn Felsch!) tatsächlich die Pfadfinder, Jugendgruppen und Kindergartenmuseum glauben lassen, Herr Stein, Herr Dekker und seine Mitarbeiter:innen wären drauf und dran gewesen, sie im Stich zu lassen?
        Ha, und nur durch das “gerade noch rechtzeitige, beherzte eingreifen” der CDU (mit Herrn Felsch!) würde jetzt doch noch alles gut werden?

        So scheint es mir. Die CDU in GL habe ich allerdings auch ansonsten nicht gerade so wahrgenommen, Kindern/Jugendlichen gegenüber besonders empathisch und zugewandt/besorgt/bemüht zu sein.

    2. @Ulla, so sehr wie Sie gegen CDU und Herrn Felsch schimpfen, könnte man glatt zu der Vermutung kommen, dass es Ihnen mehr um Ihre politische Sicht als um die Sache geht.

      Mir ist es vollkommen egal, welche Partei sich für das Q1 und die Aufklärung der bisherigen Geschehnisse in dem Fall einsetzt. Und wenn es hier die CDU ist, scheint sie sich entgegen Ihrer Wahrnehmung für Kinder und Jugendliche einzusetzen.

      Es geht hier doch darum, dass schnellstmöglich eine Lösung für die Jugendlichen gefunden wird, dass fair mit ihnen umgegangen wird und dass aufgearbeitet wird, weshalb mit dem Rat und den Betroffenen nicht früher kommuniziert wurde. Damit in Zukunft solche Situationen erst gar nicht entstehen und wir nicht darüber diskutieren müssen.

      1. “Es geht hier doch darum, dass schnellstmöglich eine Lösung für die Jugendlichen gefunden wird, dass fair mit ihnen umgegangen wird” Punkt
        Bis hierhin stimme ich mit Ihnen vollkommen überein.

        Ansonsten müssen Sie wohl, bis auf weiteres, mit der Reaktion des Bürgermeisters auf den/Ihren? Fragenkatalog der CDU klarkommen.

        Eventuell kann jemand von der CDU auch mal FREUNDLICH sein und bei Bedarf Tipps für mögliche Unterkünfte anbieten/hereingeben, falls noch erforderlich.

        https://in-gl.de/2025/06/08/jugendzentrum-q1-soll-ins-zanders-areal-ziehen/

      2. Dann haben wir ja einen gemeinsamen Nenner gefunden – schön.

        Und ich stimme Ihnen zu, dass jetzt, wo die Lage öffentlich ist, jede/r Bergisch Gladbacher/in (auch das wieder unabhängig jeglicher Parteizugehörigkeit!!) mitdenken und mögliche neue Orte vorschlagen kann! Übrigens einer der Punkte, für den eine frühzeitigere Kommunikation nicht geschadet hätte.

      3. @Max M.
        “einer der Punkte, für den eine frühzeitigere Kommunikation nicht geschadet hätte”
        Manchmal, oder sogar ziemlich häufig schadet eine frühe Kommunikation wohl.
        Stichwort: Sperrung der “Laurentiusstraße” für den Durchgangsverkehr.
        Ja, die Sperrung hätte ich auch gut gefunden!
        Dieses Projekt ist auch früh kommuniziert worden und war von Seiten der CDU bereits VERGIFTET worden, bevor der Verkehrsversuch, an dem man, bei etwas gutem Willen, noch etwas hätte nachjustieren können.

        Den Aufstand und Aufruhr, den die CDU damals vorab per Presseinfo veranlasst/veranstaltet hat, haben bestimmt etliche Mitbürger und vor allem die Mitarbeiter der Verwaltung und unser Bürgermeister, die buchstäblich TERRORISIERT wurden, bis heute ein Graus und noch nicht vergessen und verziehen. Von daher …

      4. Danke, dass Sie mit Ihrem Kommentar nochmal eindrucksvoll zeigen, dass es Ihnen wirklich nicht um die Sache sondern einzig und allein um Ihren Frust über eine Partei geht.

        Ich wünsche Ihnen – und vor allem den Nutzern des Q1, um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukommen – alles Gute! Ich drücke die Daumen, dass eine schnelle und gute Lösung gefunden wird!

      5. Sagen wir mal, nicht “Frust” sondern eher “Misstrauen” gegenüber dieser Partei und Sorge um das gute Gelingen der “Sache”.

  4. Halten wir fest: Kirche und Menschen passen nicht zusammen, insbesondere wenn es um junge Menschen geht.

    1. Dieser antiklerikale Affekt musste natürlich dringend in Worte gefasst werden.

  5. Transparenz und Respekt – gerade gegenüber jungen Menschen sind sie unverzichtbar

    Der Umzug des Q1‑Jugendzentrums ins Zanders-Areal bietet viele Chancen. Aber was mich wirklich enttäuscht, ist der Umgang mit den Pfadfindern, die das Gebäude seit Jahren mitnutzen. Die evangelische Kirche hat den Mietvertrag mit der Stadt gekündigt – und darum gebeten, diese Entscheidung über ein halbes Jahr lang nicht öffentlich zu machen, bis die eigenen Gremien eine Übergangslösung beschlossen hatten. In dieser Zeit wurde mit den Pfadfindern kein einziges klärendes Gespräch geführt. Sie wurden nicht informiert, nicht eingebunden, und bis heute gibt es meines Wissens nach keine offizielle Kündigung oder eine klare Perspektive für sie.

    Als jemand, der die Arbeit der Pfadfinder schätzt und ihre Bedeutung für die Jugend kennt, empfinde ich diese Vorgehensweise als respektlos und enttäuschend. Es wirkt, als ob die Interessen der Kirche – vielleicht im Hinblick auf einen Verkauf an das Evangelische Krankenhaus – wichtiger waren als die Belange der jungen Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren engagieren.

    Wenn die Kirche wirklich für Gemeinschaft, Verantwortung und Teilhabe steht, dann muss sie jetzt Farbe bekennen: Das bedeutet offene Kommunikation, ehrlichen Dialog und echten Respekt – gerade gegenüber denjenigen, die vor Ort Woche für Woche ihre Zeit und Energie investieren.

    Jugendarbeit lebt von Vertrauen und Beteiligung. Wer das ernst meint, darf keine jungen Menschen einfach im Unklaren lassen.

    Gerade jetzt, wo der Wahlkampf für die Kommunalwahlen beginnt, sollte die Stadt Bergisch Gladbach zeigen, dass sie junge Menschen wirklich ernst nimmt – und nicht nur Verantwortlichkeiten hin- und herschiebt. Die Pfadfinder brauchen jetzt klare Unterstützung, eine verlässliche Perspektive und Raum für ihr Engagement. Es ist Zeit, nicht nur über Beteiligung zu reden, sondern sie auch konkret zu ermöglichen.

  6. Der Umzug des Jugendzentrums und der Pfadfinder kann meiner Meinung nach NUR nahtlos verlaufen.

    Eine mittelfristige Interimslösung kann nicht akzeptabel sein.

    Der Ausbau des Zanders Areals läuft schleppend. Es ist zu Recht zu befürchten, dass wenn die Jugendlichen einmal ausgezogen sind das Thema für die Politik an Wichtigkeit verliert, die die aktuell näherückende Kommunalwahl mit sich bringt.

    Fehler die in der bisherigen Kommunikation durch die Verwaltung gemacht wurden dürfen sich nicht wiederholen.

    Die Politik und die evangelische Kirchengemeinde der Stadt Bergisch Gladbach muss aktiv auf die Jugendlichen zugehen und das Gespräch suchen.

    Und zwar zeitnah, transparent und auf Augenhöhe.

    Die Bürger der Stadt Bergisch Gladbach erwarten von ihnen keine leeren Worte sondern dass sie handeln.

    Für alle Parteien die von der Kündigung des Q1 betroffen sind, die Jugendlichen des Jugendzentrums, die Pfadfinder und das kindergartenmuseum
    Muss eine zentrumsnahe, barrierefreie und zeitnahösung gefunden werden!

    Ich fordere Sie auf alles dafür zu tun dass dies zu Zufriedenheit aller geschieht und dass dies kein Umzug wird der in Kauf zu nehmen ist, sondern auf den sich die Betroffenen freuen können.

    In diesen Wänden steckt ihr Herzblut, ihre Erinnerungen und große Teile ihrer Kindheit.
    Es sind ihre Wähler von morgen, die den blauen Balken nicht noch weiter nach oben treiben sollen und es sind die Eltern von morgen die ihre Kinder doch immer noch taufen lassen sollen, oder?

  7. Wenn die Kirche aus dem Mietvertrag austritt, was spricht dagegen, mit den derzeitigen Mietern neue Mietverträge abzuschließen, zumindest bis eine langfristige Lösung vorhanden ist? Wobei ich den Standort Zandersgelände derzeit für die Pfadfinder als falsch erachte, weil die Pfadfinder im kleinen Wäldchen auf dem Quirlsberg viel Zeit verbringen.
    Zudem man sowieso die Frage stellen muss, warum das Gebäude nun “zwangssaniert” werden muss, hat die Stadt nicht genug zu tun oder ist der Verkauf ans EVK schon beschlossene Sache?

  8. Hi, Janis Reinhold von den Pfadfindern hier
    Herr Stein hat bis dato weder uns persönlich geantwortet noch wurden uns irgendwelche Perspektiven vorgestellt
    Ein Dialog zur Zukunft des Hauses hat nie stattgefunden!
    Wichtige Diskussionen auf Wahlkampf zu schieben ist auch nicht förderlich!

    1. Lieber Janis,
      ich kann deine Frustration verstehen, aber ist es nicht so, dass die Ev. Kirchengemeinde euer Vermieter ist und nicht die Stadt Bergisch Gladbach?
      Die Stadt kann doch nicht als Nicht-Vertragspartner direkt auf Euch zukommen.

      Ich bin aber sicher, dass die Stadt auch für Euch eine Lösung finden wird, wenn es nicht die Ev. Kirche machen wird.
      Liebe Grüße
      Willy F. Bartz

      1. hallo Willy, stand nicht auch in einem der Artikel bzgl. dieses Gesamten Geschehens, ich nenne es der Einfachheit halber nur “Q1” und meine ausdrücklich alle hier zusammengetragenen Informationen, dass
        DIE STADT UND DIE KIRCHENGEMEINDE
        — stillschweigen vereinbart haben — auf die Idee muss ja ‘einer’ gekommen sein. Warst du selbst auch anwesend bei der ‘Verlesung’ der Information?
        Janis schreibt zudem: geantwortet, ich nehme doch sehr an, auf den Offenen Brief an den Bürgermeister. An wen sollten sich die Jugendlichen denn alternativ wenden, wenn ihnen ihr Haus unterm Arsch weggerissen wird/werden soll? Wer könnte denn Perspektiven anbieten?
        Ich sehe natürlich auch den Vermieter in der Pflicht, zumindest zur Information bei einer Kündigung. Im Kontext Kirche, Gemeinschaft, EVK sollte mehr drin sein – ohne dieses Parteienspiel aus allen Ecken.
        Wieso weiß die Politik NRW Bescheid zum Jubiläum des Kindergarten Museum und die unmittelbar Betroffenen vor Ort, im Haus seit über 40 Jahren, nicht
        Wie ist der Umgang, sind die Jugendlichen nicht so ernst zu nehmen, klären das die Erwachsenen? – das hat ja prima geklappt -mitnichten!
        Es stand auch mehrfach geschrieben, Zanders – gut und schön, vielleicht, müsste man mal die Jugendlichen ins Gespräch holen, einbinden, ob die das schön finden, ABER Zanders ist doch nicht ab Januar 2026 bezugsfertig als Alternative für Q1
        Auch wurde die Frage eingebracht, was macht wohl EVK mit dem Gebäude. Wo sind die Handwerker.
        Es geht um Erhalt am Standort, alles andere ist, verschieben oder auf die Straße setzen – so vermutlich empfinden viele Betroffene
        Ich würde mich freuen Meinungen, Stimmungen von Betroffenen im Q1 zu lesen, Pfadfinder, Jugendliche, dort arbeitende Erwachsene,
        zum Beispiel auch den Leiters des Q1.
        Transparenz ist angeraten